Bundesverfassungsgericht

Seit über 50 Jahren steht Karlsruhe symbolhaft als „Residenz des Rechts“ auch für den modernen, demokratischen Rechtsstaat Deutschland. Hier sind die höchsten deutschen Rechtsinstitutionen beheimatet: das Bundesverfassungsgericht, der Bundesgerichtshof und die Generalbundesanwaltschaft. Entscheidungen mit dem Prädikat „Karlsruher Urteil“ werden hier verkündet.

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) ist das höchste deutsche Gericht. Das Bundesverfassungsgericht gilt als Hüter der Verfassung, denn es überprüft das Handeln aller anderen Staatsorgane, ist aber auch Teil der rechtsprechenden Staatsgewalt im Gebiet des Staats- und Völkerrechts.

Seit seiner Gründung 1951 sitzt es in Karlsruhe. Bis 1969 war es im Prinz-Max-Palais untergebracht, danach zog es in das eigens geschaffene Gebäude am Schlossplatz. Der Berliner Architekt Paul Baumgarten hatte bewusst keinen Justizpalast entworfen, sondern ein offenes Gebäude geplant, das den Eindruck demokratischer Transparenz vermitteln soll.

Das Gericht setzt sich aus zwei Senaten mit jeweils acht Mitgliedern zusammen. Die eine Hälfte wählt der Bundestag, die andere der Bundesrat, jeweils mit Zweidrittelmehrheit. Die Amtszeit beträgt zwölf Jahre. Eine Wiederwahl ist ausgeschlossen

Seit 2007 sind die Wissenschaftlichen Mitarbeiter im Anbau mit begrünter Fassade des Berliner Architekten Michael Schrölkamp untergebracht. Von 2011 bis 2014 wurde der Baumgarten-Bau grundsaniert.

Anschrift

Bundesverfassungericht
Schlossbezirk 3
76131 Karlsruhe - Innenstadt Zentrum
Telefon +49 (0)721 9101 0

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Burgruine Staufen im Markgräflerland