Deutsches Musikautomaten-Museum

Das Deutsche Museum der Musikautomaten in Bruchsal zeigt die Welt der Musikautomaten.

Im Bruchsaler Schloss präsentiert das Deutsche Musikautomaten-Museum eine der weltweit größten öffentlichen Sammlungen selbst spielender Instrumente. Auf drei Etagen erwarten den Besucher über 500 klingende Exponate, die eine heute fast vergessene Musik- und Mediengeschichte dokumentieren.

In der Zeit von MP3-Playern oder YouTube ist Musik heutzutage auf Knopfdruck allgegenwärtig. Doch dies ist erstaunlicherweise kein Phänomen des 21. Jahrhunderts. Denn bereits im 19. Jahrhundert gab es nicht nur volkstümliche Musikkapellen bei der Kirchweih oder den Besuch in der Oper, um Musik zu erleben. Auch in großbürgerlichen Salons, in Kneipen, Hinterhöfen oder auf Straßen erklang Musik, ohne selbst zu musizieren. Im Deutschen Musikautomaten-Museum taucht der Besucher in diese fast vergessene Geschichte der selbstspielenden Instrumente ein und trifft auf schier grenzenlose Möglichkeiten, nicht nur Pfeifen und Glocken, sondern auch „echte“ Tasten-, Blas-, Schlag- und sogar Saiteninstrumente zum Klingen zu bringen. So steht man im Museum plötzlich vor Orchestrien gigantischen Ausmaßes, Figurenautomaten mit faszinierender Menschenähnlichkeit oder sitzt in einem kleinen Filmtheater, in dem ein Stummfilm von einem Kinoorchestrion begleitet wird.

Mit der gerade abgeschlossenen Neueinrichtung im Erdgeschoss des Deutschen Musikautomaten-Museums hat die Ausstellung der frühen Flötenuhren aus den 1820er Jahren eine Aktualisierung erfahren. Die Inszenierung einer Flötenuhrenwerkstatt führt den Besuchern die Arbeitswelt der Hersteller vor Augen. Die Geschichte von Instrumentenbauern, Drehorgelspielern und Moritatensängern wird an modernen Medienstationen durch historische Bild-, Ton- und Filmaufnahmen anschaulich vermittelt. Und noch etwas ganz Besonderes gibt es zu entdecken: das historische Karussell „Die wilde Jagd“, das erstmals seit der Stilllegung um 1955 teilrekonstruiert wieder gezeigt wird. Jedoch können die Besucher dies nicht nur bestaunen, sondern auch auf den Pferden Platz nehmen. Das Schwelgen in alten Kindheitserinnerungen gibt es inklusive!

Das Museum schließt die Lücke in der Entwicklungsgeschichte selbstspielender Instrumente zwischen den Erfindungen der 1950er Jahre und der Digitalisierung in der heutigen Zeit. So kann der Besucher sich auf eine spannende Tour durch die letzten Jahrzehnte bis zum heutigen iPod begeben.

In der modernisierten Ausstellung dürfen jedoch auch die klassischen Highlights des Deutschen Musikautomaten-Museums nicht fehlen. Hierzu zählt etwa der legendäre selbstspielende Flügel aus dem Besitz Konrad Adenauers. Im Vergleich zu zeitgenössischen Abspielgeräten erzielte dieses Instrument mit der originalgetreuen Wiedergabe von Einspielungen bedeutender Pianisten eine bislang unerreichte Klangqualität.

Die ewige Sehnsucht der Menschen, den Zauber der Musik jederzeit abrufbar zu machen, sorgte für einen unfassbaren technischen Erfindungsreichtum. Das Spektrum der Innovationen reicht von der scheinbareinfachen Flötenuhr zum hochkomplexen Androiden, über Drehorgel und Musikdose, die kleine filigrane Taschenuhr bis zu einer der schönsten Jahrmarktsorgeln, die in Deutschland gefertigt wurde. 1912 wurde sie im Vergnügungspark von Coney Island aufgestellt. Einen Eindruck vom Klang der unterschiedlichsten Musikautomaten geben Tonbandaufnahmen, die die Besucher per Knopfdruck selbst auslösen können.

Einen Teil des Museums kann ohne Führung besichtigt werden, während in den Führungen auch die Türen zu den besonders wertvollen Musikautomaten geöffnet, die Wunderwerke der Technik erklärt und zum Klingen gebracht werden.
Und falls Sie einmal selbst den Drehorgelmann spielen möchten: Sie können eine Drehorgel auch mieten, z. B. für Ihre Feste, Veranstaltungen oder ähnliches und die Gäste mit Musik von der Drehorgel überraschen. (Vermietung € 50,00 und € 200,00 Kaution).

Unter dem Motto „Auf ins Drehorgelland“ ist das Museum auch Station auf der Straße der Waldkircher Orgeln. Entlang der Straße finden Sie Museen mit außergewöhnlichen und wertvollen Exponaten der Waldkircher Orgelbaumeister.

Dienstag 10:00 - 17:00 Uhr
Mittwoch 10:00 - 17:00 Uhr
Donnerstag 10:00 - 17:00 Uhr
Freitag 10:00 - 17:00 Uhr
Samstag 10:00 - 17:00 Uhr
Sonntag 10:00 - 17:00 Uhr
24.12.2014 bis 25.12.2014 Montags nur an Feiertagen geöffnet.
31.12.2014 bis 31.12.2014 01.01.2015 ab 13 Uhr geöffnet.

Erwachsene 6,00 €
Ermäßigt (Schüler, Studenten, Schwerbehinderte) 3,00 €
Familienkarte 15,00 €
Gruppenpreis (ab 20 Personen) 5,40 € p. P.

(inkl. Eintritt ins Barockschloss und ins Städtische Museum)

Anschrift

Deutsches Musikautomaten-Museum
Schlossraum 4
76646 Bruchsal
Telefon +49(0)7251/742652
Fax +49(0)7251/742652
dmm@landesmuseum.de

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Burgruine Staufen im Markgräflerland