Mikwe Jordanbad / Alte Synagoge

Das 1731 erbaute Fachwerkhaus diente spätestens seit 1772 bis 1873 der jüdischen Gemeinde als Synagoge. Kostbare Überbleibsel aus der jüdischen Geschichte dieses Hauses sind der sichtbare Mesusaschlitz am rechten Türpfosten, der wunderschöne Hochzeitsstein sowie das im Keller ausgegrabene rituelle Bad (Mikwe).

Der Umsicht des damaligen Hausbesitzers Heinrich Renz ist es zu verdanken, dass der wertvolle Hochzeitsstein das Dritte Reich unbeschadet überstand. Er ließ vor diesen einen stabilen Kellerladen anbringen. Als der den Eppinger Nationalsozialisten verdächtig erschien und geöffnet werden sollte, widersetzte sich Renz dieser Aufforderung.
Er beharrte fest darauf, dass es sich nicht um einen Bretterverschlag, sondern um einen Kellerladen handele, hinter dem ein Kellerfenster in der Wand sei. Im Sommer weigerte er sich den Laden zu öffnen, mit der Begründung, dann werde im Keller sein Most zu warm. Im Winter tat er es dann erst recht nicht, weil sonst die eingelagerten Kartoffeln erfrören und sein Most zu kalt werde.

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Burgruine Staufen im Markgräflerland