Schlosserhaus Emmendingen
Ehemaliges Wohnhaus der Schwester von Goethe, Cornelia Schlosser geb. Goethe.
Auslastung
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Tickets
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Parken
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Anreise ÖPNV
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Beschreibung
Ursprünglich ein Hof, der 1588 durch Markgraf Jakob III. als Wohnsitz für die Landvögte und Oberamtmänner erworben wurde.
Von 1774 bis 1787 lebte hier Goethes Schwager Johann Georg Schlosser. Am 8. Juni 1777 verstarb in diesem Haus Schlossers erste Ehefrau Cornelia, geborene Goethe, kurz nach der Geburt ihrer zweiten Tochter. Sie wurde auf dem Alten Friedhof in der Freiburger-Straße beigesetzt.
Schlosser versuchte in seiner Amtszeit als Oberamtmann in Emmendingen viele Reformen im Geiste der Aufklärung einzuführen, dazu gehörte auch die Einrichtung einer Textilmanufaktur mit angeschlossener Waisenhausfabrikschule.
Außerdem stand Schlosser in regelmäßiger Verbindung mit vielen Persönlichkeiten der Aufklärung und des Sturm und Drang, die oft zu Gast in seinem Haus waren. An Schlossers Gäste erinnert eine 1911 angebrachte Tafel neben der Eingangstür (Jahreszahl 1783 falsch angeben).
Berühmtester Besucher Emmendingens in dieser war Goethe, der sich 1775 und 1779 kurz in Emmendingen aufhielt. Seit 1986 ist im Schlosserhaus die Stadtbibliothek untergebracht.
Heute ist im Schlosserhaus die Stadtbibliothek untergebracht, wo Besuchern auf drei Ebenen neben Sachbüchern und Romanen, auch
fremdsprachige Literatur, Musik-CDs, Spiel- und Dokumentarfilme sowie
Konsolen- und Brettspiele zur Verfügung stehen.